10. März 2017

Studierende mit Beeinträchtigungen sind im Uni-Alltag dutzenden von Barrieren ausgesetzt

Am 2. März 2017 trafen sich Johanna Soorholtz und Mareike Meyerink vom SDS Paderborn mit Herrn Walther, dem Geschäftsführer des Studierendenwerkes. Gemeinsam wurde die Situation an der Universität für Studierende mit Beeinträchtigung einer genaueren Betrachtung unterzogen.

 

Foto: http://www.dielinke-oberhavel.de„Das Gespräch mit Herrn Walther verlief sehr gut und war ebenso produktiv. Unsere angedachten Verbesserungen, die das Grill Café, Mensafoyer, das Lädchen, die Cafeteria und Mensa betreffen, stießen bei Herrn Walther auf offene Ohren“, so Mareike Meyerink, SDS-Aktivistin und studentische Senatorin. Innerhalb der kommenden Wochen und Monate wird eine ausgewählte Gruppe, darunter auch die SDS-Aktivistinnen Johanna Soorholtz und Mareike Meyerink, gemeinsam mit Herrn Walther die erwähnten Räumlichkeiten begehen, um sich vor Ort ein Bild zu verschaffen. Begleiten wird diese Gruppe zudem Herr Hemme, der als Ansprechpartner für Studierende mit Beeinträchtigung an der Universität fungiert.

 

Meyerink weiter: „Innerhalb eines Seminars durfte ich erfahren, welche Barrieren sich im Uni-Alltag den Studierenden mit Beeinträchtigungen – insbesondere der Gruppe der Rollstuhlfahrer – entgegenstellen. Aus meiner Empörung heraus möchte ich mit dem SDS Veränderungen an der Universität bewirken, die die Autonomie von Rollstuhlfahrern ganz im Sinne der angestrebten Inklusion unterstützt. Ich bin optimistisch, dass wir einige Barrieren in der Uni abbauen und Studierenden mit Beeinträchtigungen ein Stück ihrer Autonomie zurückgeben können."

 

08. Dezember 2016

Ohne online-Seminarunterlagen ist alles doof!

Nichts in dieser Woche hat die Gemüter so sehr erhitzt, wie die Neuigkeit, dass mit dem bevorstehenden Jahreswechsel keine Seminar- und Vorlesungsunterlagen mehr online hochgeladen werden dürfen.

Mareike MeyerinkDoch warum ist das so? Dazu erklärt Mareike Meyerink, studentische Senatorin für Die Linke.SDS: „Die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) verlangt nun keine Pauschale von den einzelnen Universitäten des Landes Nordrhein Westfalens, sondern will nunmehr Rahmenverträge mit den einzelnen Universitäten abschließen. Aufgrund der damit einhergehenden steigenden Kosten haben sich einige Universitäten – so auch die Universität Paderborn – gegen den Abschluss eines derartigen Vertrages entschieden.“

Für die Studierenden bedeutet dies im Einzelnen, dass fortan keinerlei Unterlagen mehr online verfügbar sein werden. Gleichermaßen heißt dies, dass jeder Student zukünftig mehr Zeit in der Bibliothek verbringen wird, um benötigte Unterlagen zu scannen oder zu kopieren. Da die Uni bisher aber für diesen Fall nicht ausreichend ausgestattet ist, wird es zu endlosen Schlangen an Scannern und Druckern kommen.

Ist das letzte Wort darüber schon gesprochen?

Meyerink dazu: „Wie in der letzten Senatssitzung am vergangenen Mittwoch mitgeteilt wurde, sind die Verhandlungen mit der VG Wort noch in vollem Gange. Die Universität Paderborn versucht innerhalb der nächsten zwei Wochen ein Moratorium durchzusetzen, das auf einen Aufschub der Bestimmungen von bis zu einem halben Jahr abzielt. Die Lehrenden und Lernenden könnten somit ein halbes Jahr nach dem alten Muster weiter arbeiten und darauf hoffen, dass sich die Uni Paderborn und die VG Wort einigen und einen Vertrag aushandeln, der für alle Beteiligten zufriedenstellend ausgehen wird.“

21. Juni 2016

75. Jahrestag Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion

Am 22. Juni 1941 überfiel das faschistische Hitlerdeutschland die Sowjetunion. Es begann ein rassistischer Vernichtungskrieg, barbarisch, total, bis heute ohne gleichen. 27 Millionen Sowjetbürger verloren ihr Leben. An sie möchten wir gedenken. Wir können nicht laut genug bekräftigen: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

 

Frieden in Europa gibt es nicht gegen, sondern nur mit Russland. 75 Jahre nach dem Überfall auf die Sowjetunion heißt es: Versöhnung jetzt auf der Basis von Respekt und Völkerrecht. Macht uns Russland nicht zum Feind!

15. Juli 2016

SDS Paderborn legt bei Hochschulwahlen zu

Hochschulwahlen 2016: Hochschulgruppe stellt nun vier Mitglieder im Studierendenparlament sowie erstmals zwei von sechs studentischen Senatoren an der Universität Paderborn.

 

Die Linke.SDS Paderborn konnte bei den diesjährigen Hochschulwahlen massiv an Stimmen dazugewinnen und ist mit ihrem bisher besten Ergebnis seit ihrer Gründung 2013 aus den Hochschulwahlen vom 11. bis 13. Juli 2016 hervorgegangen. Nachdem die Gruppe noch bei den Wahlen 2015 einen Sitz verlor und mit nur noch zwei Parlamentarier*innen vertreten war, konnte in diesem Jahr der eigene Sitzanteil auf vier verdoppelt werden.

 

Weitere Gewinner dieser Wahl sind die neuen Listen „Engagiert, Pluralistisch, International“ (EPI) und die türkische Liste „Interkulturelle Vereinigung Paderborn“ (IVP). Beide konnten aus dem Stehgreif heraus fünf bzw. vier Sitze gewinnen. Größere Verluste mussten dagegen der RCDS (minus 2 Sitze) und die Liberale Hochschulgruppe (minus 4 Sitze) hinnehmen. Letztere forderte sogar die Wiedereinführung von Studiengebühren.

 

„Zwar haben wir mit einem leichten Zugwinn gerechnet, dass dieser aber so massiv ausfallen würden, hatte keiner von uns gedacht. Anscheinend konnten wir mit unserem Programm, in dem wir Probleme ansprechen, die die Studierenden bewegen, punkten. Eines dieser Probleme ist zum Beispiel das Praxissemester für Lehramtsstudierende. Eine hohe Anzahl der Studierenden wissen nicht, wie sie das Praxissemester neben dem Job, auf den sie finanziell angewiesen sind, bewältigen sollen. Viele Studierende erhalten nur geringe oder gar keine BaföG-Mittel. An dieser Stelle wollen wir gemeinsam mit landesweit betroffenen Fachschaften anderer Hochschulen und mit diversen Institutionen innerhalb der Universität Paderborn Druck gegenüber der Landesregierung erzeugen.“, so Wahlkampfkoordinator Manuel. so Wahlkampfkoordinator Manuel Leyva. Zeya Mirza, SDS-Aktivist und stellvertretender AStA-Vorsitzender, ergänzt: „Daneben haben wir auch an unserer Universität zunehmend mit verschiedensten Nationalismen und Fundamentalismen zu kämpfen. Jüngst zeigte sich das in Form von Leugnungen des Genozids an den Armeniern, Suryoye (Aramäer/Assyrer/Chaldäer) und den Eziden während des Ersten Weltkrieges. Hier als auch in anderen Bereichen wollen wir verstärkt Aufklärungsarbeit leisten und uns weiterhin aktiv gegen eine menschenverachtende Entwicklung stellen.“

 

SDS-Aktivistin und zukünftige Senatorin Mareike Meyerink: „Wir wollen eine ökologische Universität. Dazu wollen wir den in der Uni entstehenden Müll reduzieren und dafür sorgen, dass aus unserer bereits ergrünten Uni eine bunte Uni mit vielen blühenden Pflanzen wird, die zudem Nahrung für Bienen bietet. Des Weiteren möchten wir die Idee des Foodsharings weiter ausbauen.“

 

„Weiterhin wollen wir eine sozialgerechte Universität. Deshalb werden wir uns beispielsweise für Studierende mit Kind und für Studierende mit Beeinträchtigung stärker engagieren. Unser weiteres Engagement gilt den sogenannten „BildungsausländerInnen“, die häufig von einer Abschiebung bedroht sind. Wir werden uns dafür einsetzten, dass die Betroffenen weiterhin juristische Unterstützung erhalten. Auch „Geflüchtete“ müssen Zugang zu unserer Uni bekommen“, so Serdal Igrek, ebenfalls SDS-Aktivist und zukünftiger Parlamentarier.

 

Bei den parallel zu den Parlamentswahlen stattfindenden Senatswahlen, für die die Studierendenschaft sechs studentische Vertreter*innen in den 28-köpfigen Senat wählt, konnte Die Linke.SDS Paderborn bei insgesamt fünf angetretenen Listen sogar zwei Senatssitze für sich in Anspruch nehmen.

 

Wir bedanken uns bei allen UnterstützerInnen und hoffen auf ein erfolgreiches Jahr!

 

Hier gibt es die Ergebnisse für die StuPa-Wahl und für die Senatswahl.

29. Mai 2016

Wir waren beim PaderPride 2016 dabei!

Am 28. Mai standt Paderborn im Zeichen der Regenbogenfahne. An diesem Tag fand der zweite PaderPride im Zeichen für Toleranz und Gleichberechtigung queerer Menschen statt. Zusammen mit DIE LINKE. Kreisverband Paderborn und Linksjugend ['solid] Paderborn beteiligten wir uns an der Demonstration und am Straßenfest vor dem Rathaus. Neben einem bunten Bühnenprogramm, gab es zahlreiche Infostände, u.a. von der Hochschulinitiative PlusS & Friends, der Aids-Hilfe Paderborn e.V. und dem Bildungs-Initiative SchLAu Paderborn.

 

Unter dem Motto "Wir sind queer!" fand eine Fotoaktion der Linksjugend statt, bei der wir und viele andere Menschen gerne mitgemacht haben. "Die Fotoaktion ist eine tolle Idee! Schließlich leben wir längst in einer Gesellschaft, in der es unzählige queere Menschen gibt.“ so Manuel Leyva, SDS-Aktivist an der Universität Paderborn. Leyva weiter: „Mit der Aktion wurde es Menschen ermöglicht, zu zeigen, dass sie die Gleichberechtigung queerer Menschen unterstüzen. Damit bekommt die Forderung nach völliger Gleichstellung und Gleichbehandlung queerer Menschen ein Gesicht.“

 

Am gemeinsamen Infostand von Partei und Jugend- und Studierendenverband gab es Informationen zu queeren Bewegungen und linken Forderungen zur Gleichberechtigung queerer Menschen. "Die Akzeptanz queerer Menschen ist unzureichend. Was wir wollen ist, dass Menschen im queeren Spektrum politisch und sozial komplett gleichgestellt werden, ohne irgendwelche Benachteiligungen." sagt Johanna Soorholtz, SDS- und PlusS-Aktivistin. Soorholtz ergänzt: „Wir brauchen keine Sonderregelungen für Queere, sondern gleiche Regelungen. Erst das bedeutet wirkliche Gleichberechtigung.“

 

Buntes Bühnenprogramm.„Wir danken allen, die bei der Aktion mitgemacht und ein Zeichen gegen Diskriminierung gesetzt haben. Ausdrücklich danken wir auch den Veranstaltern und Akteuren dieser wichtigen und mutigen Veranstaltung.“ sagt Manuel Leyva. Nächstes Jahr, da ist sich der SDS Paderborn einig, wird man wieder dabei sein.

 

Alle Bilder der Fotoaktion gibt es hier auf facebook.